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in unserer auf den Augenblick bedachten, viel zu

schnelllebigen Welt, verbleibt nur wenig Zeit, um

sich einmal auf wesentliche Dinge einzulassen,

bzw. sich mit ihnen auseinander zu setzen.

Warum sollten Sie diese seltenen Momente dann

also mit einem Thema wie der Vorsorge für den

eigenen Todesfall vergeuden, wobei Sie sich nur

Ihrer Vergänglichkeit bewusst werden und Ängste

aus dem Verborgenen hervortreten?

Der Tod und somit das Ende der eigenen Existenz

ist unumgänglicher Bestandteil unseres Daseins,

den wir jedoch fürchten und somit versuchen, aus

unserem Leben fern zu halten.

Die Planung der eigenen Bestattungszeremonie

bedeutet eine aktive Konfrontation mit dem Ende

des eigenen Lebens. Den eigenen Sarg auszusu-

chen, sich in Gedanken ein persönlich anspre-

chendes Blumenarrangement zusammenzustellen,

die Trauerhalle entsprechend eigener Wünsche

zu dekorieren, Musik und Texte dem individuellen

Geschmack nach zu wählen, oder aber doch von

den bisherigen Vorstellungen einer Trauerfeier kom-

plett abzuweichen, bringt uns Schritt für Schritt der

Akzeptanz eigener Vergänglichkeit näher und hilft

Ängste durch das bewusste Auseinandersetzen

abzubauen.

Vielleicht nehmen die Bilder, die dabei ent-

stehen, auch ein wenig mehr von Ihrem

Schrecken und ermöglichen Ihnen in Zukunft einen

gelasseneren Umgang mit dem Alltäglichen.

Doch nicht nur Ihrer Person kommt es zugute, diese

Überlegungen rechtzeitig in einer Vorsorgemappe

schriftlich zu fixieren. Auch Ihre Hinterbliebenen

bekommen in einer Zeit Unterstützung, in der sie

sich emotional und geistig oft an der Grenze der

eigenen Belastbarkeit wiederfinden. Mit Hilfe der

Vorsorgemappe können diese sich bei der Orga-

nisation der Trauerfeier an Ihren Aufzeichnungen

orientieren und wissen so, dass all Ihre Wünsche

berücksichtigt wurden und der Abschied ganz Ih-

ren individuellen Vorstellungen, und somit Ihnen

entspricht.

Hier in dieser Vorsorgemappe befinden sich alle

Erledigungen, die nach dem Todesfall erfolgen

müssen, der Wichtigkeit nach aufgelistet. Anhand

dieser „Checkliste“ können sich Ihre Angehörigen

orientieren, um keine der Formalitäten oder amt-

lichen Angelegenheiten in Vergessenheit geraten

zu lassen. Der Aufbewahrungsort aller wichtigen

Dokumente, diverser Versicherungspolicen, Bank-

angelegenheiten und anderer Leistungsträger kann

hier von Ihnen festgehalten werden. Sie schützen

somit Ihre Hinterbliebenen vor Versäumnissen, hel-

fen Ihnen Fristen einhalten zu können und räumen

eventuelle finanzielle Belastungen schon im Vorfeld

aus dem Weg.

Sicherlich gibt es angenehmere Gedanken, denen

man in der knapp bemessenen Zeit, die einem

selbst zur Verfügung steht, gerne nachhängen

möchte. Nehmen Sie sich jedoch einmal Raum,

um sich intensiv mit dieser Vorsorgemappe zu be-

fassen. Sie helfen damit Ihren Nächsten in einer

schmerzlichen Zeit.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Familie Stier & Team