Flyer: Sterben heisst Leben vollenden - page 2

Das Sterben lebenswert gestalten
Die Aufgabe und die Aufgaben des Bestatters ha­
ben sich verändert. Bei uns drückt sichdieseAufga­
be bereits imNamen aus: Trauerhilfe heißt beglei­
ten, zuhören, da sein, sich Zeit nehmen und verant­
wortungsvoll handeln, wenn es um den Tod eines
Menschen geht. Es heißt aber auch respekt- und
rücksichtsvollmit Verstorbenenumgehenundden Le­
benden helfen, ihre Trauer zu bewältigen, mit dem
Verlust fertig zuwerden, einenWeg aus der Trauer
zurück in ein erfülltes Leben zu finden. Wir verste­
hen uns hierbei als Treuhänder des Abschiedspro­
zesses – und dieser Prozess der gegenseitigen Ab­
schiednahme beginnt bereits im Sterben.
Verantwortung zu übernehmen, wenn es um den
Tod einesMenschen geht, heißt auch, die verblei­
bende Lebenszeit eines Schwerkranken und Ster­
benden bis zum Schluss lebenswert zu gestalten.
Hierbei spielt die Zusammenarbeit mit palliativme­
dizinisch tätigen Berufsgruppen eine wichtige Rol­
le. Dahinter steht der Begriff „Hospiz“, bei dem
die Begleitung schwerstkranker und sterbender
Menschen im Zentrum der Bemühungen steht –
und zwar unabhängig von der sozialen oder ma­
teriellen Situation, dem religiösen Bekenntnis und
der Herkunft des Patienten.
Was bedeutet Hospiz?
Die Hospizbewegung wurde in den 1960er Jah­
ren von Cicely Saunders begründet. Der Begriff
„Hospiz“ steht in erster Linie für eine Haltung, die
den erkranktenMenschen und dessen Angehörige
mit ihrenBedürfnissen undVorstellungen indenMit­
telpunkt seiner Aufmerksamkeit stellt.
DieseSterbebegleitungwirdmeist in speziellenPfle­
geeinrichtungen geleistet, in denen Sterbende im
Sinne der Palliativpflege (schmerzlinderndemedizi­
nische Versorgung) umfassend versorgt werden.
Lebensqualität statt Lebensquantität
Hinter dem Begriff „Hospiz“ steht aber nicht nur
eine konkrete, ambulante, teilstationäre oder sta­
tionäre Institution, sondern auch ein Konzept der
ganzheitlichen Sterbe- und Trauerbegleitung. Hier
gilt es, die folgendenQualitätskriterien zu verwirk­
lichen:
n
Den Kranken und seine Angehörigen in den
Mittelpunkt stellen
n
Unterstützung in einem Teammit unterschied­
lichen Fachrichtungen geben
n
Freiwillige Begleiterinnen und Begleiter einbe­
ziehen
n
Lebensqualität statt Lebensquantität durch
PalliativeCare (Sorge für Schmerzfreiheit und
Lebensqualität) statt Medical Care (auf Hei­
lung ausgerichtete Behandlung)
n
Trauerbegleitung
Hospizdienst für die RegionKarlsruhe
Tod und Sterben werden im Alltag oft verdrängt,
bei der Begleitung eines sterbendenMenschen ist
eine Beschäftigung mit diesem Thema aber nicht
zu umgehen. Das ist gut so, denn es hilft bei der
Trauerbewältigung. Wir empfehlen bei der Ster­
bebegleitung beispielsweise folgende Kontakte:
Es gibt im Raum Karlsruhe das stationäre Hospiz
„Arista“ sowie ambulanteHospizdienste, wie zum
Beispiel den Hospizdienst von Caritas und Dia­
konie.
Hospiz „Arista“, Leiterin: Hiltraud Röse
Pforzheimer Straße 31, 76275 Ettlingen
Telefon (07243) 94542-0, Telefax 94542-22
,
Hospiz-Dienst Karlsruhe, Leiterin: IngaNehrbaß
Uhlandstraße 45, 76135 Karlsruhe
Telefon (0721) 50966-0, Telefax 50966-224
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