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T112

weltlich

Erloschen ist das Leben dein, du wolltest gern noch bei uns sein. Wie schmerzlich wars,

vor dir zu stehn, dem Leiden hilflos zuzusehn. Schlaf nun in Frieden, ruhe sanft, und

hab für alles vielen Dank.

T113

Eine vertraute Stimme schweigt. Ein Mensch, der immer für uns da war, lebt nicht

mehr. Vergangene Bilder ziehen in Gedanken als Erinnerung vorbei. Doch Menschen,

die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen.

T114

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt man

merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein war Teil von

unserem Leben. Drum wird dies eine Blatt allein uns immer wieder fehlen.

T115

Und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder und Augenblicke. Sie

werden uns an dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen

lassen.

T116

Glücklich sind wir zwei gegangen, immer gleichen Schritt's. Was vom Schicksal du

empfangen, ich empfing es mit. Ach, das war ein sich'res Wandern, auch wenn es

sturmgetost, einer war die Kraft des anderen, einer des anderen Trost. Und nun kann

ich's nicht verstehen und mir wird so bang. Jeder muss alleine gehen seinen

schwersten Gang.

T117

Ich habe den Berg erstiegen, der euch noch Mühe macht, drum weint nicht ihr Lieben,

ich hab' mein Werk vollbracht.

T118

Du warst im Leben so bescheiden, schlicht und einfach lebtest Du, mit allem warst Du

stets zufrieden, hab Dank und schlaf in aller Ruh.

T119

Menschen treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile. Einige bleiben für

immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen.

T120

Nicht das Freuen, nicht das Leiden, stellt den Wert des Lebens dar, immer nur wird das

entscheiden, was der Mensch dem Menschen war.

T121

Auf einmal bist du nicht mehr da, und keiner kann’s verstehn. Im Herzen bleibst du uns

ganz nah bei jedem Schritt, den wir nun gehen. Nun ruhe sanft und geh’ in Frieden,

denk immer dran, dass wir dich lieben.

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