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Informationen zur Sozialbestattung – Wann trägt das Sozialamt die Kosten?

„Der Erbe trägt die Kosten der Beerdigung des Erblassers.“ – Wenn es nur immer so einfach wäre, wie §1968 BGB es vorsieht.

Und wenn dies finanziell nicht zu leisten ist? „Die erforderlichen Kosten einer Bestattung werden übernommen, soweit den hierzu Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, die Kosten zu tragen“ – der Paragraph 74 des die Sozialhilfe regelnden zwölften Buches des Sozialgesetzbuches [SGB (XII)] klingt durchaus verheißungsvoll für die Hinterbliebenen.

Denn diese Norm besagt, dass es nicht darauf ankommt, ob der Verstorbene Sozialleistungen bezogen hatte. Es geht einzig und allein um die Vermögensverhältnisse des Bestattungspflichtigen (also Ehegatten, Kinder etc.), die für eine Leistung des Sozialamtes ausschlaggebend sind. Reichen also die Vermögensverhältnisse des Bestattungspflichtigen inklusive des Erbes nicht aus, um die Bestattungskosten zu tragen, so tritt das Sozialamt ein. Zuständig ist grundsätzlich das Sozialamt des Sterbeortes. Es sei denn, der Verstorbene hat bereits Sozialhilfe bezogen: In diesem Fall tritt das bisher leistende Sozialamt ein.

Es muss nicht zwangsläufig eine Feuerbestattung sein

Das Sozialamt übernimmt die Kosten für eine so genannte einfache ortsübliche Bestattung. Das kann somit sowohl eine Erd- als auch eine Feuerbestattung sein. In jedem Fall werden auch die Kosten für eine einfache Trauerfeier und ein Reihengrab übernommen. Generell nicht zur Kostentragungspflicht des Sozialamtes zugerechnet werden zusätzliche Leistungen wie zum Beispiel Traueranzeigen, Trauerkaffee sowie die Kosten für gebührenpflichtige Sterbeurkunden.

Verlieren Sie nicht den Überblick – fragen Sie vorher, vermeiden Sie Nachteile bereits im Vorfeld – fragen Sie uns, bevor Sie eine Bestattung beauftragen. Wir beraten Sie kostenlos zu sämtlichen Fragen rund um das Thema Sozialamtsbestattung (keine Rechtsberatung oder Rechtsdienstleistung).