Islamische Bestattung
Im Islam werden die Verstorbenen möglichst bald nach Todeseintritt von einer Person gleichen Geschlechts rituellen Bräuchen entsprechend gewaschen und in weiße Tücher gehüllt.
Die Bestattung hat ohne größere zeitliche Verzögerung bestimmten Lagerungsvorschriften folgend stattzufinden. Diese sehen vor, dass der Leichnam ohne Sarg auf der rechten Seite liegend in das Erdgrab gebettet wird, wobei sein Gesicht in Richtung Mekka (in Richtung Südosten) ausgerichtet sein muss.
Vor der Beisetzung findet ein ca. 10-15 minütiges Totengebet - in der Regel direkt auf dem Friedhof - statt. Eine separate Trauerfeier davor erfolgt nicht.
Muslimische Gräber sind auf einem separaten Friedhof oder einem extra ausgewiesenen Teil eines allgemeinen Friedhofs gelegen. Die Ausrichtung der Gräber in Richtung Südost muss dabei ermöglicht werden.
Die Grabgestaltung fällt in aller Regel sehr minimalistisch aus, da der Friedhof als Gedenkstätte für das Jenseits und weniger als Ort des Erinnerns gilt.
Die Grabpflege übernehmen die Angehörigen.

